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	<title>Rechtsanwalt Markus Kompa &#187; Persönlichkeitsrecht</title>
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	<description>Blog zum Medienrecht</description>
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		<title>&#8220;Wir wollen keine Sprechverbote&#8221;</title>
		<link>http://www.kanzleikompa.de/2010/09/04/wir-wollen-eine-sprechverbote/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 09:59:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[
Die BILD-Zeitung positioniert sich in ihrer heutigen Ausgabe als Volkstribun für Meinungsfreiheit und kommentiert Äußerungen von Sarrazin, die man womöglich &#8220;nicht sagen dürfe&#8221;.
Ich habe die Sarrazin-Kontroverse nur sehr am Rand verfolgt und habe derzeit leider nicht die Zeit, mich damit zu beschäftigen, was genau wer wann gesagt hat und möchte daher keine keinerlei Stellung beziehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/IkUdjlAj-Bc?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/IkUdjlAj-Bc?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Die BILD-Zeitung positioniert sich in ihrer heutigen Ausgabe als <a href="http://www.bild.de/BILD/politik/2010/09/04/thilo-sarrazin/neun-unbequeme-meinungen-und-fakten.html">Volkstribun für Meinungsfreiheit </a>und kommentiert Äußerungen von Sarrazin, die man womöglich &#8220;nicht sagen dürfe&#8221;.</p>
<p>Ich habe die Sarrazin-Kontroverse nur sehr am Rand verfolgt und habe derzeit leider nicht die Zeit, mich damit zu beschäftigen, was genau wer wann gesagt hat und möchte daher keine keinerlei Stellung beziehen. Spannend finde ich den nicht notwendig populären Eingriff der BILD-Zeitung jedoch in jedem Fall.</p>
<p>Meinungsfreiheit ist eine prinzipielle Angelegenheit, die gegenwärtig auf vielfache Weise unterhölt wird. Wenn ich allein an die Post denke, die ich diese Woche aus Hamburg erhielt, kriege ich das kalte Kotzen.</p>
<p>Weder durch grundgesetzverachtende Richter, noch durch ein Kartell an Political Corectness in den Medien sollte dieses fundamentale Prinzip der Meinungsfreiheit infrage gestellt werden. Durch Verbote und Denkverbote wertet man Rechtspopulisten ohnehin nur auf. Mir imponieren in den USA die jüdischen Anwälte der ACLU, die Neonazis verteidigen, weil für sie die Meinungsfreiheit ein höheres Gut ist als ihre persönliche Befindlichkeit.</p>
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		<title>Zahnarztkammer beißt sich die Zähne aus</title>
		<link>http://www.kanzleikompa.de/2010/09/03/zahnarztkammer-beist-sich-die-zahne-aus/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 14:59:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Zahnärztekammer Hessen hat Bekanntschaft mit einem liebenswerten norddeutschen Landgericht gemacht. Die Kammer darf nicht mehr behaupten, das Buch &#8220;Zahnarztlügen &#8211; Wie Sie ihr Zahnarzt krank behandelt&#8221; sei gelogen.
&#8220;Die deutschen Krankenkassen pumpen jährlich 12 Milliarden Euro in die Zahnarztpraxen und dennoch ist jeder krank.&#8221;, erklärt Hendrickson.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zahnärztekammer Hessen hat Bekanntschaft mit <a href="http://www.shortnews.de/id/847421/Gericht-Gesundheitsratgeber-Zahnarztluegen-ist-nicht-gelogen">einem liebenswerten norddeutschen Landgericht gemacht</a>. Die Kammer darf nicht mehr behaupten, das Buch <a href="http://www.zahnarztluegen.de/">&#8220;Zahnarztlügen &#8211; Wie Sie ihr Zahnarzt krank behandelt&#8221;</a> sei gelogen.</p>
<p>&#8220;Die deutschen Krankenkassen pumpen jährlich 12 Milliarden Euro in die Zahnarztpraxen und dennoch ist jeder krank.&#8221;, erklärt Hendrickson.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Meinungsfreudiger Betriebsrat lässt sich kaum verklagen</title>
		<link>http://www.kanzleikompa.de/2010/09/03/meinungsfreudiger-betriebsrat-lasst-sich-kaum-verklagen/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 09:45:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Nein zum Krieg&#8221; hatte ein Betriebsrat 2003 anlässlich des (wie jeder Krieg auf Lügen basierenden) Irak-Kriegs auf einem Plakat ausgehängt und 2007 zur Beteiligung an einem Volksentscheid in Hamburg aufgerufen.
Gut, es ist nicht die primäre Aufgabe eines Betriebsrats, allgemeinpolitische Stellungnahmen zu formulieren, zumal sich ja auch nicht alle mit der Meinung des Betriebsrats notwendig identifizieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Nein zum Krieg&#8221; hatte ein Betriebsrat 2003 anlässlich des (wie jeder Krieg auf Lügen basierenden) Irak-Kriegs auf einem Plakat ausgehängt und 2007 zur Beteiligung an einem Volksentscheid in Hamburg aufgerufen.</p>
<p>Gut, es ist nicht die primäre Aufgabe eines Betriebsrats, allgemeinpolitische Stellungnahmen zu formulieren, zumal sich ja auch nicht alle mit der Meinung des Betriebsrats notwendig identifizieren müssen. Wenn der Betriebsrat seine Grenzen überschreitet, gibt es durchaus Wege, das zu sanktionieren, ihn unter gewissen Voraussetzungen auflösen lassen.</p>
<p>Aber Äußerungsrecht gehört nicht dazu. Denn mangels Vermögen könnte man Unterlassungsverfügungen nicht sanktionieren, also nicht vollstrecken. Die entsprechende Klage, die es bis zum Bundesarbeitsgericht brachte, war daher <a href="http://www.volkerlehmann.com/kanzlei/meinungsfreiheit-betriebsrat/">zum Scheitern verurteilt</a>. Außerdem sahen die Richter keine Wiederholungsgefahr eines Antikriegsaufrufs, was für eine Unterlassungsverfügung erforderlich gewesen wäre. Warten wir doch mal ab, was sich im Iran tut.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Tauss-Urteil rechtskräftig &#8211; seltsame Pressemeldung</title>
		<link>http://www.kanzleikompa.de/2010/08/31/tauss-urteil-rechtskraftig-seltsame-pressemeldung/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 11:23:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wie SPON meldet, hat der BGH das Tauss-Urteil bestätigt.
Bei Spin SPON kann man das lesen
Das Landgericht Karlsruhe hatte Tauss Ende Mai zu einer Bewährungsstrafe  von 15 Monaten verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass  der 56-Jährige sich zwischen Mai 2007 und Januar 2009 vor allem  kinderpornografisches, aber auch jugendpornografisches Material [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,714847,00.html">SPON meldet</a>, hat der BGH das Tauss-Urteil bestätigt.</p>
<p>Bei <span style="text-decoration: line-through;">Spin</span> SPON kann man das lesen</p>
<blockquote><p>Das Landgericht Karlsruhe hatte Tauss Ende Mai zu einer Bewährungsstrafe  von 15 Monaten verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass  der 56-Jährige sich zwischen Mai 2007 und Januar 2009 vor allem  kinderpornografisches, aber auch jugendpornografisches Material aus  privaten Gründen beschafft hatte.</p></blockquote>
<p>Haben die Richter das wirklich &#8220;als erwiesen&#8221; angesehen? Meiner Erinnerung nach hielten die Richter diese Frage schlichtweg für irrelevant, weil der (stets unstreitige) Besitz von KP als solcher strafbar ist, das Motiv zum Besitz grundsätzlich für den zu beweisenden Tatbestand keine Rolle spielt.</p>
<p>Tauss Rechtfertigung ließ man daher von Vorneherein nicht gelten, unabhängig davon, ob sie glaubhaft ist, oder nicht. Ach, SPON &#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Raus aus dem Sachsensumpf!</title>
		<link>http://www.kanzleikompa.de/2010/08/23/raus-aus-dem-sachsensumpf/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 15:59:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die verurteilten Journalisten haben Berufung eingelegt.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die verurteilten Journalisten haben <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/sachsensumpf-prozess-journalisten-gehen-in-berufung-1.991338">Berufung eingelegt</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Markwort verhindert Ribéry-Rportage</title>
		<link>http://www.kanzleikompa.de/2010/08/23/markwort-verhindert-ribery-rportage/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 13:54:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Helmut Markwort ist nicht dafür bekannt, sich um Pressefreiheit sonderlich verdient gemacht zu haben:
Mit seiner schließlich in Karlsruhe gescheiterten Klage gegen die Saarbrücker Zeitung wegen eines Irrtums eines Interviewpartners hatte er einen nicht zu entschuldigenden Tiefpunkt gesetzt. Als das Satiremagazin Titanic den Slogan &#8220;Fakten, Fakten, Fakten&#8221; durch ein weniger schickliches Wort mit &#8220;F&#8221; ersetzte, hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Helmut Markwort ist nicht dafür bekannt, sich um Pressefreiheit sonderlich verdient gemacht zu haben:</p>
<p>Mit seiner schließlich in Karlsruhe gescheiterten Klage gegen die Saarbrücker Zeitung wegen eines Irrtums eines Interviewpartners hatte er einen nicht zu entschuldigenden Tiefpunkt gesetzt. Als das Satiremagazin Titanic den Slogan &#8220;Fakten, Fakten, Fakten&#8221; durch ein <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/1028/nachrichten/0029/index.html">weniger schickliches Wort mit &#8220;F&#8221;</a> ersetzte, hatte Markwort nichts besseres zu tun, als die Anwälte von der Kette zu lassen.</p>
<p>Nun wurde bekannt, dass Markwort eigenhändig einen Bericht zur Ribéry-Afäre vom Band genommen hat &#8211; der Publizist steht dessen Verein FC Bayern allerdings etwas sehr nahe, <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/focus-chef-helmut-markwort-das-trikot-des-schweigens-1.991380">wie die</a> Süddeutsche berichtet.</p>
<blockquote><p>Der Münchner Journalist sieht dem Franzosen selbst an jedem Wochenende beim Dribbeln zu &#8211; von der Ehrentribüne aus. Markwort ist seit vielen Jahren Mitglied im Verwaltungsrat des FC Bayern und seit 2003 im Aufsichtsrat  des Vereins. Bei Heimspielen sitzt er auf der Tribüne der Arena in Fröttmaning, zu den Auswärtsspielen begleitet er die Mannschaft zu und sitzt nach Partien mit den Akteuren beim Bankett.</p></blockquote>
<p>Ich hatte kürzlich mal einen FOCUS in der Hand gehabt. Im Inhaltsverzeichnis war ein Foto des anscheinend genesenen Fidel Castro, versehen mit dem Kommentar, Castro möchte weiter sein Volk unterdrücken. Wenn das die Fakten sind, die FOCUS primär zu dem Mann einfallen, können sie ihre Fakten behalten.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>FAZ: Wikipedia halbiert Bereitschaft zum Mitmachen</title>
		<link>http://www.kanzleikompa.de/2010/08/20/faz-wikipedia-halbiert-bereitschaft-zum-mitmachen/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 01:33:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In der FAZ ist ein fundierter Beitrag zur Wikipedia-Misere erschienen, der die befremdliche Gesundbeterei der Wikimedia-PR-Abteilung zurechtstutzt:
Der Mitmachwille fällt bei Wikipedia von sechs Prozent aller Nutzer im Vorjahr auf drei Prozent im bisherigen Verlauf dieses Jahres ab.
Respekt: Seit Beginn der Relevanzkriterien-Krise haben die nicht einmal ein Jahr gebraucht, um den Goodwill zu halbieren! Die inzwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der FAZ ist ein <a href="http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~EF725CAAD41704AFD9861AF876270ECFF~ATpl~Ecommon~Scontent.html">fundierter Beitrag zur Wikipedia-Misere erschienen</a>, der die befremdliche Gesundbeterei der Wikimedia-PR-Abteilung zurechtstutzt:</p>
<blockquote><p>Der Mitmachwille fällt bei Wikipedia von sechs Prozent aller Nutzer im Vorjahr <strong>auf drei Prozent</strong> im bisherigen Verlauf dieses Jahres ab.</p></blockquote>
<p>Respekt: Seit Beginn der Relevanzkriterien-Krise haben die nicht einmal ein Jahr gebraucht, um den Goodwill zu halbieren! Die inzwischen auf Distanz gegangene Wikipedianerin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Elian">„Elian“</a>, auch bekannt als „die Mutter von det Janze“, bringt es auf den Punkt:</p>
<blockquote><p>„Die Gesundheit eines Projekts zeigt sich am Umgang mit seinen Kritikern und Unangepassten. Und da kann man der Wikipedia nur ein zunehmend schlechter werdendes Zeugnis ausstellen. Wer nicht pariert, wird ausgegrenzt und so lange gereizt und beleidigt, bis er den passenden Sperrgrund liefert.“</p></blockquote>
<p>Zum Thema &#8220;Umgang mit Kritikern&#8221; könnte ich etliches Forschungsmaterial beisteuern: Ich habe bisher bewusst darauf verzichtet, öffentlich zu machen, was der (übrigens fürstlich bezahlte) Geschäftsführer des Vereins „Wikimedia e.V.“, ein gewisser Pavel Richter, für unterirdische Aktionen gegen meine Person unternommen hat, denn ich bin mir nicht so sicher, ob diese peinlichen Kindereien ihn bei seiner seltsam verschrobenen Community sogar aufwerten könnten.</p>
<p>In a nutshell: Statt intellektuellen Lichtgestalten tummeln sich da unreife Jungens, denen der frühe Ruhm ordentlich zu Kopf gestiegen ist, die auf einem Berg an Spendengeldern sitzen und Probleme in neureicher Manie an den Anwalt delegieren. Wenn Journalisten erst Gerichte bemühen müssen, um derbe Verleumdungen abzustellen, dann haben wohl sämtliche Instanzen in einem Verein inklusive top of the notches-Anwalt kommunikativ versagt. Vielleicht aber ist es wirklich besser, diesen <a href="http://blog.wikimedia.de/2010/08/19/vorstand-sucht-verstarkung/">mäßig spannenden Haufen</a> an Spendensammlern einfach zu ignorieren bzw. ihm beim Sterben zuzugucken <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b293636b">wie es Fefe vorschlägt</a>.</p>
<p>Apropos Gericht: Alvar Freude, der von einer bekannten Wikipedianerin wegen angeblicher Verletzung von Urheberrechten stolz <a href="http://blog.odem.org/2010/08/klage-weg.html">vor den Kadi gezerrt</a> wurde, konnte sich gerade diesen unverschämten Ansinnens ebenfalls erwehren. Ehrensache, hat man natürlich am für seine Strenge bekannten Landgericht Hamburg anhängig gemacht. Während ich mit den Medienkammern der Hamburger so meine Schwierigkeiten habe, sind die Urheberrechtskammern dort eigentlich ganz geerdet, zumindest meiner Erfahrung nach.</p>
<p>Tja, der Verein der &#8220;Freunde des Freien Wissens&#8221; hat ein Problem, das er nur schwerlich wird vertuschen können. Diese und andere Fragen zur Wikipedia werden demnächst bei <a href="http://www.cpov.de/">dieser Veranstaltung</a> näher beleuchtet.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Reisekosten fliegender Gerichtsständler abgestürzt</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 07:24:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gegen den Missbrauch des fliegenden Gerichtsstands hat das OLG Köln eine interessante Entscheidung erlassen. Ein bekannter Medienanwalt aus Berlin hatte in eigener Sache gegen einen bekannten Gerichtsblogger aus Hamburg geklagt – in Köln. Der fliegende Gerichtsstand macht´s möglich.
Das verursachte nicht nur dem Blogger sinnlose Fahrtkosten, auch der klagende Anwalt, der sich trotz eigener Sachkunde vornehm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gegen den Missbrauch des fliegenden Gerichtsstands hat das OLG Köln eine i<a href="http://www.telemedicus.info/urteile/Prozessrecht/Fliegender-Gerichtsstand/1084-OLG-Koeln-Az-17-W-13010-Reisekostenerstattung-bei-fliegendem-Gerichtsstand.html">nteressante Entscheidung</a> erlassen. Ein bekannter Medienanwalt aus Berlin hatte in eigener Sache gegen einen bekannten Gerichtsblogger aus Hamburg geklagt – in Köln. Der fliegende Gerichtsstand macht´s möglich.</p>
<p>Das verursachte nicht nur dem Blogger sinnlose Fahrtkosten, auch der klagende Anwalt, der sich trotz eigener Sachkunde vornehm von einem Kanzleikollegen vertreten ließ, zahlte für dessen und die eigene Anreise zum Beweistermin von Berlin nach Köln über 1.800,- Euro. Enthalten waren Flüge in der Business Class sowie stolze 211,- Euro Taxigebühren für die Flughafentransfers.</p>
<p>Grund für das persönliche Erscheinen war allerdings auch die Doppelfunktion der Anwälte als Zeugen in eigener Sache: die tapferen Anwälte wollten einen bestimmten Inhalt im Internet gesehen haben, waren aber nicht clever genug, den Quelltext zu sichern. In ihrer Eigenschaft als Zeugen lehnten sie generös Ansprüche auf Zeugenentschädigung ab – die sie ja auch hätten vorleisten müssen. Das langwierige Verfahren wurde schließlich vom Medienanwalt letztinstanzlich gewonnen, und die Berliner Anwälte, die sich in Köln gegenseitig vertraten, baten für Reisekosten zum Kölschen Abstecher zur Kasse.</p>
<p>Nun sind der obsiegenden Partei grundsätzlich nur die Kosten für einen Anwalt vor Ort zu erstatten, nicht aber Reisekosten für einen auswärtigen Anwalt, denn andernfalls könnte man so dem Gegner künstlich die Prozesse verteuern. Doch das Landgericht Köln, das sich damals im Sommer 2008 nun erstmals des Glanzes des Promianwalts erfreuen durfte, setzte die beantragten Kosten gegen den Blogger wie beantragt fest.</p>
<p>Das Landgericht war damals dem Medienanwalt in dessen Argumentation gefolgt, er hätte sich bislang immer von seinem Kanzleikollegen vertreten lassen. Zur alternativen Einarbeitung eines Kölner Anwalts hätte er mindestens zweimal nach Köln fliegen müssen. Offenbar hatten sich Konferenzlösungen wie Skype noch nicht zum Medienanwalt herumgesprochen, der in diesem legendären Termin sogar bestritt, zu wissen, was eine Computermaus sei.</p>
<p>Schon gar nicht störte sich das Landgericht Köln an der willkürlichen Wahl des Gerichtsorts Köln, auch wenn der Medienanwalt auch zu Hause in Berlin hätte klagen können – wie in zahlreichen Fällen gleichen Rubrums. Auch das OLG hatte keine prinzipiellen Einwände gegen die Anwendung des fliegenden Gerichtsstands.</p>
<p>Da der Kläger sich jedoch als Koryphäe für Medienrecht versteht, wäre er jedoch wohl auch sachkundig genug gewesen, einen Prozessvertreter aus Köln mit vertretbarem Aufwand zu instruieren. Auch in Köln gibt es fähige Medienanwälte. Ein „eingängiges Mandantengespräch auf persönlicher Basis“ sah das OLG Köln nicht als erforderlich an.</p>
<p>Nun bleibt der Kollege auf seinen über 1.800,- Euro Fahrtkosten sitzen.</p>
<p>Just for the records: Ich hatte den Blogger in dem Beweisaufnahmetermin von 2008 als kurzfristig zugezogener weiterer Anwalt <a href="http://www.kanzleikompa.de/2008/07/18/schlechter-scherz/">mitvertreten</a>, war jedoch an dem weiteren Gang des Verfahrens nicht beteiligt. Das haben zwei Kollegen vor Ort gemacht.</p>
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		<title>Amtsgericht Dresden verurteilt Sachsensumpf-Rechercheure</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 15:52:37 +0000</pubDate>
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Aus rechtlichen Gründen sehe ich davon ab, das unglaubliche Urteil des AG Dresden zu kommentieren. Siehe auch hier.
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<p>Aus rechtlichen Gründen sehe ich davon ab, das <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-08/sachsensumpf-urteil">unglaubliche Urteil des AG Dresden</a> zu kommentieren. <a href="http://www.kanzleikompa.de/2010/07/22/sachsensumpf-21-verfahren-gegen-journalisten/">Siehe auch hier</a>.</p>
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		<title>Landgericht Hamburg verweigert Ex-Kanzler Richtigstellung wegen angeblichen Käßmann-Beifahrens</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 14:53:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Die Hamburger Morgenpost hatte über den Fall eines sympathischen Hamburger Anwalts berichtet, dem das Landgericht Hamburg die Blog-Behauptung untersagt hatte, ein ehemaliger Bundeskanzler habe eine ehemalige Päpstin oder so ähnlich bei einer Trunkenheitsfahrt begleitet. Der Bericht über das Dementi des Ex-Kanzlers war diesem zu viel und er klagte. Der Ex-Kanzler, der die Hamburger Pressekammer schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kanzleikompa.de/wp-content/uploads/2010/08/HH_verboten_5.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1509" title="HH_verboten_5" src="http://www.kanzleikompa.de/wp-content/uploads/2010/08/HH_verboten_5.jpg" alt="Hamburg verboten" width="146" height="184" /></a></p>
<p>Die Hamburger Morgenpost hatte über den Fall eines <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article8986480/Schroeder-scheitert-mit-Klage-im-Fall-Kaessmann.html">sympathischen Hamburger Anwalts</a> berichtet, dem das Landgericht Hamburg die Blog-Behauptung untersagt hatte, ein ehemaliger Bundeskanzler habe eine ehemalige Päpstin oder so ähnlich bei einer <a href="http://www.youtube.com/watch?v=P-2A-KlVJI0">Trunkenheitsfahrt</a> begleitet. Der Bericht über das Dementi des Ex-Kanzlers war diesem zu viel und er klagte. Der Ex-Kanzler, der die Hamburger Pressekammer schon früher wegen Haarspaltereien behelligte, wollte den Abdruck einer redaktionellen Richtigstellung erreichen.</p>
<p>Unstreitig war zwischen den Parteien, dass der Ex-Kanzler nicht bei der Fahrt anwesend gewesen sei. Den Anspruch auf redaktionelle Richtigstellung lehnte der für seine Weisheit bekannte Vorsitzende mit der Begründung ab, die Berichterstattung enthalte <a href="http://www.open-report.de/artikel/%C2%ABKeine+ansehensmindernden+Elemente+von+erheblichem+Gewicht%C2%BB/72515.html">keine ansehensmindernden Elemente von erheblichem Gewicht</a>. Rumms!</p>
<p>Anders als für den Anspruch auf redaktionelle Richtigstellung werden für den Unterlassungsanspruch solche Elemente allerdings nur im Ausnahmefall benötigt. Nicht bekannt ist, was aus dem Fall des Hamburger Anwalts wurde, dem einstweilig noch ein Berichtsverbot auferlegt wurde.</p>
<p>Sollte für die Hamburger Richter der Eindruck entstanden sein, der hiesige Blogbetreiber wolle sich die Behauptung über die Anwesenheit des Ex-Kanzlers im Pkw der heiligen Frau zu Eigen machen, so distanziert sich der Blogbetreiber rein vorsorglich. Er hat hierzu keine Meinung und teilt die des Hamburger Kollegen nur im Ausnahmefall.</p>
<p>UPDATE: Der Hamburger Kollege hat seine Behauptung inzwischen <a href="http://www.steinhoefel.de/blog/2010/03/wer-sas-auf-der-alkoholfahrt-neben-bischofin-kasmann.html">längst zurückgenommen</a>. Also bleibt die spannende Frage nach Käßmanns geheimnisvollen Begleiter offen. Hatte Kachelmann eigentlich schon ein Alibi?</p>
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