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Rechtsanwalt Markus Kompa – Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, Köln
Blog zum Medienrecht


Antirassistische Gesetze nicht mehr zeitgemäß?

Wie ich leider feststellen musste, gibt es hierzulande viele Menschen, denen nicht bekannt ist, dass die USA noch vor wenigen Jahrzehnten ein zutiefst rassistisches Land waren, es teilweise noch immer sind. In den 1950er kamen im US-Fernsehen nur „Weiße“ vor. Der spätere US-Präsident Georg Bush senior sprach sich für die Wiedereinführung der Rassentrennung in öffentlichen Gebäuden aus. Lange war es Menschen schwarzer Hautfarbe verboten, aus den gleichen öffentlichen Wasserspendern zu trinken wie „Weißen“. Im Pentagon baute man seinerzeit jeweils drei Toiletten: Für Frauen, für Männer und für „Schwarze“. „Schwarze“ durften nicht in allen Bussen sitzen, nicht einfach so Fahrstuhl fahren, und als in den 1980ern im FBI mal zwei „Schwarze“ zu Marshalls befördert wurden, mobbte man sie raus – mit ausdrücklicher Billigung der Vorgesetzten.

Als „Jim Kirk“ und „Ltd. Uhura“ 1968 den ersten gemischten TV-Kuss der Geschichte zelebrierten, wurde das im US-TV teilweise zensiert. Echte Astronauten waren noch lange „weiß“.

Noch in den 1970ern durften „schwarze“ Künstler wie Sammy Davies jr. zwar auf der Bühne in Las Vegas auftreten, nicht aber im Zuschauerraum sitzen, der wie einst im Cotton Club „Weißen“ vorbehalten war.

In Sachen Wahlrecht heben wir während der Bush-Äre interessante Erfahrungen gemacht. Und selbst unter einem Präsidenten, der den Afro-Amerikanern zugerechnet wird, passiert gerade diese unfassbare Scheiße hier.

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Autor:
admin
Date:
26. Juni 2013 um 00:16
Category:
Allgemein,Politik
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